Eine studienintegrierende Ausbildung verbindet eine klassische betriebliche Berufsausbildung mit akademischen Studieninhalten. Sie richtet sich an junge Menschen, die sowohl praktische Berufserfahrung sammeln als auch Einblicke in ein Hochschulstudium erhalten möchten, ohne sich bereits zu Beginn verbindlich für einen vollständigen Studienweg entscheiden zu müssen.
Aufbau der studienintegrierenden Ausbildung
Die studienintegrierende Ausbildung dauert in der Regel vier Jahre. Während dieser Zeit absolvieren die Auszubildenden ihre Berufsausbildung im Betrieb und besuchen das Berufskolleg. Ergänzend dazu nehmen sie an ausgewählten Lehrveranstaltungen einer kooperierenden Hochschule teil. Die Ausbildungs- und Studieninhalte sind aufeinander abgestimmt, sodass theoretisches Wissen direkt in der betrieblichen Praxis angewendet werden kann.
Vorteile des Modells
Die studienintegrierende Ausbildung ermöglicht es, frühzeitig praktische Berufserfahrung und akademische Kompetenzen miteinander zu verbinden. Im ersten Jahr lernt ihr Kind Ausbildung und Studium kennen und kann danach entscheiden, ob es beides weiter verfolgen möchte oder sich für Ausbildung oder Studium enstcheidet. Das Ganze wird durch einen Coach begleitet, der bei der Entscheidung unterstützt. Ihr Kind lernt sowohl die Anforderungen des Berufsalltags als auch die Arbeitsweise einer Hochschule kennen. Nach erfolgreichem Abschluss verfügt es über einen anerkannten Berufs- und Studienabschluss. Dadurch sind viele Bildungs- und Karrierewege offen.
Wo wird die studienintegrierende Ausbildung angeboten?
Studienintegrierende Ausbildungsmodelle werden insbesondere in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms SiA-NRW (Studienintegrierende Ausbildung Nordrhein-Westfalen) angeboten. Dabei kooperieren Unternehmen, Berufskollegs und Hochschulen miteinander. Voraussetzung ist in der Regel ein Ausbildungsvertrag mit einem teilnehmenden Unternehmen. Die konkreten Angebote variieren je nach Region, Hochschule und Ausbildungsberuf.