Ja, das ist absolut möglich! Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung stehen Ihrem Kind die Türen an die Hochschulen offen – in vielen Fällen sogar ganz ohne ein klassisches Abitur. Je nach Schulabschluss und beruflicher Qualifikation gibt es mehrere Wege, um noch ein Studium zu beginnen.
Hochschulzugang mit beruflicher Qualifikation
Die Wege an die Hochschule unterscheiden sich je nach Berufserfahrung:
- Fachnahes Studium: Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung (von mindestens zwei Jahren) und meist 2 bis 3 Jahren Berufspraxis ist ein Studium in einer ähnlichen Fachrichtung oft direkt möglich.
- Fachunabhängiges Studium: Meisterinnen und Meister, Technikerinnen und Techniker sowie Fachwirtinnen und Fachwirte erhalten in der Regel eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und können jedes beliebige Fach studieren.
- Sonderwege: Manche Hochschulen ermöglichen den Einstieg auch über spezielle Aufnahmeprüfungen oder ein befristetes Probestudium.
Anrechnung und Vorbereitung
Es lohnt sich, genau hinzuschauen: Teile der Ausbildung oder spezielle Weiterbildungen können oft auf das Studium angerechnet werden, was die Studienzeit verkürzt. Zudem bieten viele Hochschulen hilfreiche Brücken- oder Vorkurse an, um den Einstieg in das akademische Lernen zu erleichtern. Die Studienberatung der jeweiligen Wunsch-Hochschule hilft Ihrem Kind gerne bei der Anerkennung der Ausbildung und Erfahrung weiter.