Nein, eine endgültige Entscheidung direkt nach der Schule ist selten zwingend notwendig. Viel wichtiger ist es, den Übergang aktiv und bewusst zu gestalten – mit realistischen Optionen, sinnvollen Zwischenstationen und klaren Fristen. So nehmen Sie den Druck heraus und geben Ihrem Kind die Zeit, den wirklich passenden Weg zu finden.
Zeiträume klug nutzen
Orientierungsphasen wie verschiedene Praktika, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder Einstiegsqualifizierungen sind gesellschaftlich anerkannt und werden von zukünftigen Arbeitgebern sehr positiv gesehen. Sie bieten wertvolle Erfahrungen und Zeit zum Nachdenken. Informationen zu Freiwilligendiensten finden Sie beispielsweise unter bundesfreiwilligendienst.de und fsj.de.
Fristen im Blick behalten
Auch wenn die endgültige Entscheidung noch aussteht, sollten Bewerbungs- und Einschreibefristen beachtet werden, da diese stark variieren. Für eine Ausbildung und duale Studiengänge beginnen die Fristen oft schon 6 bis 12 Monate vor dem Start. Studienfristen finden Sie gut übersichtlich auf hochschulkompass.de. Ein toller Tipp: Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Kalender mit allen wichtigen Deadlines.
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen
Diese Maßnahmen sind eine weitere hervorragende Möglichkeit, erste Einblicke in die berufliche Praxis zu erhalten. Sie werden bei Bildungsträgern in Kooperation mit einem Berufskolleg oder ausschließlich am Berufskolleg angeboten. Über die Vielfalt der infrage kommenden Bildungsgänge können Sie sich am besten auf den Webseiten der regionalen Berufskollegs oder bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit informieren.