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Studium / Duales Studium

Nach dem Schulabschluss stehen viele Wege offen – einer davon ist das Studium. Eltern spielen bei der Orientierung eine wichtige Rolle: Welcher Weg passt zum eigenen Kind, und wie läuft der Einstieg ins Studium ab? Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu klassischen Studiengängen, dualen Studiengängen, Bewerbung, Finanzierung und möglichen Alternativen.

Was ist ein Studium?

Ein Studium dient der wissenschaftlichen Vertiefung und Vorbereitung auf bestimmte Berufe. Es vermittelt theoretisches Wissen, analytisches Denken und selbstständiges Arbeiten. Studienangebote gibt es an Universitäten, Fachhochschulen (Hochschulen für angewandte Wissenschaften) und Kunst- oder Musikhochschulen.

Typische Abschlüsse sind Bachelor, Master oder Staatsexamen. Voraussetzung ist in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife. Auch beruflich Qualifizierte können unter bestimmten Bedingungen studieren.

Was ist ein Duales Studium?

Ein Duales Studium verbindet akademische Inhalte mit praktischer Ausbildung/Praxisanteilen in einem Betrieb. Es gibt zwei Varianten:

  • Ausbildungsintegrierend: Studium mit parallelem Berufsabschluss.
  • Praxisintegrierend: Studium mit Praxisphasen im Unternehmen, aber ohne Berufsabschluss.

Vorteile sind die enge Verbindung von Theorie und Praxis, ein regelmäßiges Einkommen und gute Übernahmechancen. Allerdings ist die Belastung höher, und Freizeit bleibt oft knapp. Diese Form des Studiums passt besonders zu jungen Menschen, die Praxisnähe suchen und zielstrebig sind.

Was ist der Unterschied zwischen einer Universität und einer (Fach-)Hochschule?

Universitäten und (Fach-)Hochschulen bieten gleichwertige Studienabschlüsse. Die passende Hochschulform hängt vor allem davon ab, ob ein eher wissenschaftlich oder praxisorientiertes Studium gewünscht ist. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Hochschulformen ist möglich. 

Universität 

  • eher forschungs- und wissenschaftsorientiert
  • meist größer und mit einem breiteren Studienangebot
  • einige Studiengänge werden ausschließlich an Universitäten angeboten (z. B. Jura, Medizin oder Geisteswissenschaften)
  • Promotion (Doktortitel) ist regulär möglich
  • Zugang: eine allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine berufliche Qualfikation ist erforderlich

(Fach-)Hochschule

  • stärker praxis- und anwendungsorientiert
  • meist kleiner und mit einem häufig spezialisierteren Studienangebot
  • viele Studiengänge in den Sozial-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften
  • Promotion nur eingeschränkt möglich
  • Zugang: eine Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualfikation ist erforderlich

Wie findet mein Kind das passende Studium?

Die Studienwahl beginnt mit einer ehrlichen Selbsteinschätzung: Welche Interessen, Stärken und Zukunftsvorstellungen hat mein Kind? Unterstützung gibt es durch die Studienorientierung in der Schule, die Berufsberatung der Agentur für Arbeit und viele Online-Angebote:

Wichtig sind außerdem Hochschul-Infotage, Messen und persönliche Beratungsgespräche. Alle Universitäten und öffentlichen (Fach)-Hochschulen in NRW haben eine Zentrale Studienberatung die rund um das Thema Studium, Studienentscheidung und Studienbeginn beraten. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier: https://zsb-in-nrw.de/

Bewerbung und Zulassung

Die meisten Studiengänge haben feste Bewerbungsfristen. Zulassungsbeschränkte Fächer werden häufig über das zentrale Portal hochschulstart.de vergeben. Hier spielt auch der Numerus Clausus (NC) eine Rolle. Für ein Duales Studium erfolgt die Bewerbung direkt beim Unternehmen – oft bereits ein Jahr im Voraus.

Eltern können ihre Kinder unterstützen, indem sie frühzeitig an Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse und Motivationsschreiben erinnern. An privaten Hochschulen und Universitäten gibt es häufig keine Zulassungsbeschränkungen. Dafür erheben diese Studiengebühren. An staatlichen Hochschulen und Universitäten ist ein Semesterbeitrag zu erbringen.

Was ist ein NC?

NC (Numerus Clausus) wird umgangssprachlich oft als die Abiturnote verstanden, die für die Zulassung zu einem Studiengang benötigt wird. Tatsächlich ist der NC jedoch keine festgelegte Mindestnote. Er ergibt sich erst nach Abschluss des Zulassungsverfahrens und entspricht der Abiturnote der zuletzt zugelassenen Person. Da die Zahl der Bewerbenden und deren Noten von Semester zu Semester variieren, kann auch der NC unterschiedlich ausfallen. Hochschulen legen ihn daher nicht im Voraus fest, sondern nur die Anzahl der verfügbaren Studienplätze.

Ein Beispiel: Ein NC von 2,2 bedeutet, dass im vergangenen Semester Bewerbende mit einer Durchschnittsnote von 2,1 und besser sowie teilweise auch mit 2,2 zugelassen wurden.

Bewerbungsfristen

Die Einschreibefristen an Hochschulen hängen davon ab, ob es sich um zulassungsfreie oder zulassungsbeschränkte Studiengänge handelt. Grundsätzlich beginnen sie meist im Sommersemester (ab März) und im Wintersemester (ab Oktober), mit Bewerbungsfristen, die einige Monate vorher liegen.

Für Studiengänge mit Numerus Clausus (NC) läuft die Bewerbung in der Regel über www.hochschulstart.de oder an der jeweiligen Hochschule/Universität. Die Fristen sind meist:

  • Für das Wintersemester: bis 15. Juli
  • Für das Sommersemester: bis 15. Januar

Einige Hochschulen setzen eigene Fristen, die leicht abweichen können. Daher sollten Bewerberinnen und Bewerber sich frühzeitig auf der Website der jeweiligen Hochschule informieren.

Fristen für das Duale Studium

Schülerinnen und Schüler, die nach dem Abitur ein duales Studium beginnen möchten, sollten sich etwa 12 bis 18 Monate vor Studienstart bewerben – also meist im Sommer oder Herbst des vorletzten Schuljahres. So bleibt genug Zeit für Auswahlverfahren, Vorstellungsgespräche und die Einschreibung an der Hochschule. Die Bewerbung erfolgt in der Regel direkt beim Unternehmen.

Finanzierung des Studiums

Ein Studium kostet Geld – vor allem für Miete, Verpflegung, Lernmaterialien, Semesterbeitrag und Freizeit. Möglichkeiten zur Finanzierung sind:

  • BAföG: staatliche Förderung, die teils als Zuschuss, teils als zinsloses Darlehen gewährt wird.
  • Stipendien: Förderprogramme für engagierte oder besonders begabte Studierende.
  • Nebenjobs: oder Unterstützung durch die Eltern.
  • Duales Studium: feste Vergütung durch das Unternehmen.

Eltern sollten außerdem wissen: Kindergeld wird in der Regel bis zum 25. Lebensjahr gezahlt, wenn sich das Kind in Ausbildung oder Studium befindet. Auch die Krankenversicherung muss rechtzeitig geklärt werden. Oft ist es möglich, dass Ihr Kind weiter familienversichert ist. Lassen Sie sich hierzu beraten.

Was ist der Semesterbeitrag und was sind Studiengebühren?

Der Semesterbeitrag wird umgangssprachlich oft als Studiengebühr bezeichnet, meint aber etwas anderes. Der Semesterbeitrag umfasst unter anderem Verwaltungs- und Sozialbeiträge, Beiträge zur Studierendenvertretung sowie teilweise ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr. Der Semesterbeitrag ist an Hochschulen grundsätzlich pro Semester zu zahlen (zwischen 120 und 430 Euro). Studiengebühren fallen dagegen an öffentlichen Hochschulen nur in wenigen Ausnahmefällen an, beispielsweise bei einem Zweitstudium oder wenn die Regelstudienzeit deutlich überschritten wird. An privaten Hochschulen können Studiengebühren erhoben werden. 

Wie Eltern unterstützen können

Eltern können ihr Kind begleiten, ohne zu überfordern. Zeigen Sie Interesse, sprechen Sie über Erwartungen, Sorgen und Organisation. Helfen Sie bei Themen wie Wohnungssuche oder Finanzen, aber ermutigen Sie Ihr Kind, Verantwortung zu übernehmen. Bei Unsicherheiten kann eine Studienberatung helfen, Klarheit zu gewinnen.

Wenn es im Studium nicht rund läuft

Zweifel am Studiengang sind normal. Unterstützung bieten Studienberatungen und psychologische Dienste der Hochschulen. Ein Studienfachwechsel oder ein Wechsel in eine Ausbildung oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)/Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind mögliche Alternativen. Auch die Agentur für Arbeit berät bei Fragen zu Neuorientierung und beruflichen Alternativen.

Auslandssemester

Ein Studium im Ausland bietet viele Vorteile – sowohl persönlich als auch beruflich. Studierende erweitern ihren Horizont, verbessern ihre Sprachkenntnisse und sammeln internationale Erfahrungen, die auf dem Arbeitsmarkt sehr geschätzt werden.

  • Akademische und persönliche Vorteile: Ein Auslandsstudium fördert Selbstständigkeit, interkulturelle Kompetenz und Anpassungsfähigkeit. Studierende lernen neue Lernformen, Forschungsschwerpunkte und Lehrmethoden kennen. Das stärkt nicht nur die fachlichen, sondern auch die sozialen Fähigkeiten.
  • Berufliche Perspektiven: Internationale Erfahrung gilt in vielen Branchen als Pluspunkt. Arbeitgeber schätzen Bewerberinnen und Bewerber, die zeigen, dass sie in fremden Umgebungen zurechtkommen und über sprachliche sowie kulturelle Offenheit verfügen. Ein Auslandsabschluss kann zudem in bestimmten Fachrichtungen den Zugang zu internationalen Karrierewegen erleichtern.
  • Finanzierung und Organisation: Die Finanzierung und Organisation kann komplex sein. Zahlreiche Beratungsstellen, Förderprogramme und Stipendien können unterstützen (z. B. Auslands-BAföG, Erasmus+ Programm, DAAD, Stipendien, Studienberatung bzw. International Office der jeweiligen Hochschule). Sich frühzeitig (in den ersten Semestern eines Studiums) zu kümmern, ist für die Stipendien mit langen Vorläufen sehr wichtig.

Viele SprachenEine Sprechblase zeigt nacheinander Begrüßungen in verschiedenen Sprachen.Hallo!Hello!Merhaba!!مرحباПривет!Вітаю!Cześć!

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Fragen Sie SMARTY einfach nach allem, was Sie rund um Schule, Ausbildung und Beruf Ihres Kindes interessiert – von Bildungswegen bis zu Bewerbungstipps. Je klarer Ihre Frage ist, desto genauer kann SMARTY Sie unterstützen.

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