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Inklusion – Wege in Ausbildung und Beruf

Junge Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen sollen die gleichen Chancen auf eine berufliche Zukunft haben wie alle anderen. Damit der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt, gibt es in Nordrhein-Westfalen viele Unterstützungsangebote.

KAoA-STAR – Übergang Schule–Beruf mit Unterstützung

STAR steht für „Schule trifft Arbeitswelt – Übergang mit System“. Das Programm ist Teil von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Behinderung und Förderbedarf. Für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist der Weg in einen zu ihnen passenden Beruf eine besondere Herausforderung – insbesondere, wenn sie eine betriebliche Ausbildung anstreben. Die KAoA-STAR-Standardelemente unterstützen diese Schülerinnen und Schüler bei ihrem individuellen, auf ihre Bedarfe abgestimmten Übergang von der Schule in den Beruf.

Wann beginnt KAoA-STAR?

KAoA-STAR beginnt mit der ersten Berufswegekonferenz nach dem Einstiegsinstrument (ehemalige Potenzialanalyse). Die sich anschließenden Berufsfelderkundungen und Praktika werden je nach behinderungsspezifischem Bedarf durch weitere Elemente ergänzt, wie z. B. arbeitsplatzbezogenes Kommunikationstraining oder Berufsorientierungsseminare. Diese Schritte werden durch den Integrationsfachdienst und Sie als Eltern begleitet.

Erklärfilm

Einen Erklärfilm zu KAoA-STAR finden Sie hier. Der Film ist auch mit Untertiteln und mit Gebärdensprache (Avatar) für hörgeschädigte Menschen abrufbar.

Assistierte Ausbildung (AsA)

Bei einer Assistierten Ausbildung (AsA) hilft eine Ausbildungsbegleiterin oder ein Ausbildungsbegleiter, eine Ausbildung zu finden oder abzuschließen. Sie oder er organisiert zum Beispiel Nachhilfestunden für Ihr Kind oder hilft, Probleme im Betrieb zu lösen.

Theoriereduzierte Ausbildung / Fachpraktiker-Ausbildung

Jugendliche mit Behinderung können grundsätzlich die gleichen Ausbildungen absolvieren wie andere junge Menschen. Dabei können sie Unterstützung, Hilfsmittel und Nachteilsausgleiche erhalten. Falls eine reguläre Ausbildung aufgrund des Unterstützungsbedarfs nicht passend ist, können sogenannte Fachpraktiker-Ausbildungen eine gute Alternative sein. Diese sind stärker praxisorientiert und enthalten weniger Theorie. Hier finden Sie eine Übersicht mit Ausbildungsberufen, in denen eine Fachpraktiker-Ausbildung möglich ist. 

Reha-Team der Agentur für Arbeit

In jeder Agentur für Arbeit gibt es ein Reha-Team. Speziell geschulte Fachkräfte unterstützen Jugendliche mit Behinderungen von der Berufsorientierung bis zur Vermittlung in Ausbildung und Arbeit.

Mögliche Fördermaßnahmen:

  • Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes
  • Berufsvorbereitung und Grundausbildung
  • Technische Hilfsmittel und Umbauten am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz
  • Beratung zu Unterstützungsmöglichkeiten und Gleichstellung

Weiterführende Infos: Hilfen für junge Menschen mit Behinderungen (BA)

Integrationsfachdienste (IFD)

Die Integrationsfachdienste (IFD) begleiten Jugendliche mit Behinderung bereits vor dem Schulabschluss beim Übergang ins Berufsleben.

Leistungen der IFD:

  • Individuelle Fähigkeitsdiagnostik
  • Ermittlung beruflicher Interessen
  • Unterstützung und Begleitung von Praktika inkl. Auswertung
  • Berufswegeplanung mit Schule, Eltern, Agentur für Arbeit u. a.
  • Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Teilnahme am KAoA-STAR-Programm

Kontakt & Übersicht: Integrationsfachdienste in NRW (Landkarte) | Optional regional: IFD im Rheinland (LVR) · IFD in Westfalen-Lippe (LWL)

Weitere Unterstützungsangebote und Materialien

Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe (LVR und LWL)

Elternverbände und Initiativen

Broschüren und Informationsmaterial

Gut zu wissen

Sprechen Sie frühzeitig mit der Schule (z. B. über KAoA-STAR) und mit der Agentur für Arbeit (Reha-Team). Je früher Förderangebote genutzt werden, desto besser kann der Übergang in Ausbildung oder Beruf vorbereitet werden.

TIPP!

BIWENAV – Bildungswegenavigator für einzelne Regionen sehr hilfreich bei Angeboten für bestimmte Förderschwerpunkte

In NRW und darüberhinaus gibt es Berufskollegs und Einrichtungen, die sich auf bestimmte Förderschwerpunkte und gesundheitliche Einschränkungen spezialisiert haben. Welche das sind und wo sie liegen, finden Sie im Bildungswegenavigator – kurz BIWENAV. Die Auswahl ist größer als man denkt!

Viele SprachenEine Sprechblase zeigt nacheinander Begrüßungen in verschiedenen Sprachen.Hallo!Hello!Merhaba!!مرحباПривет!Вітаю!Cześć!

SMARTY: hat immer Zeit, weiß sehr viel – und spricht Ihre Sprache!

Fragen Sie SMARTY einfach nach allem, was Sie rund um Schule, Ausbildung und Beruf Ihres Kindes interessiert – von Bildungswegen bis zu Bewerbungstipps. Je klarer Ihre Frage ist, desto genauer kann SMARTY Sie unterstützen.

SMARTY nutzt künstliche Intelligenz, um Ihre Fragen zu verstehen und passende Antworten zu geben – fast wie in einem echten Gespräch.

Nein. Sie können SMARTY ganz anonym nutzen. Es werden keine personenbezogenen Daten erfragt, gespeichert oder weitergegeben.

SMARTY greift auf geprüfte Informationsquellen zum Bildungssystem und zur Beruflichen Orientierung zurück. Trotzdem können sich Regelungen und Angebote ändern – im Zweifel zählt immer die offizielle Auskunft von Schule, Kammer oder Agentur für Arbeit.

Ja, SMARTY funktioniert auf allen Geräten – egal ob Handy, Tablet oder Computer.

Ja, SMARTY wird regelmäßig weiterentwickelt. Häufige Fragen helfen dabei, das Angebot gezielt zu verbessern.

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